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Back to the roots.

Anlässlich der Gründung der ALL GERMAN KYOKUSHIN UNION scheint es mir notwendig, über den Zweck und die Hintergründe dieser Neugründung zu informieren:

Wenn ich nach 40 Jahren aktiver Arbeit, als Gründer der DKO und von Sosai Oyama eingesetzter Landesvertreter den Verband, mein eigenes Dojo und meine Schüler, die teilweise seit Anbeginn dabei waren, verlasse - muss schon ein schwerwiegender Grund vorliegen.

Mit dem Tod von Sosai Oyama endete in Japan eine 50-Jährige Aufbauarbeit der größten Karate-Organisation unter einer Führung.

Die Nachfolger waren redlich bemüht sich den profitablen Nachlass einzuverleiben. Allerdings fehlte ihnen dazu jegliches Charisma.

Die heutige Situation in der gesamten Kyokushin-Welt steht für die Gier der Nachfolger.

Man könnte auch sagen, die Nachfolger sind die Totengräber einer fast 700-jährigen Budo-Tradition.

Der letztendliche Grund meiner Trennung von der WKO unter Shihan Midori war die Tatsache, bedingt durch Rechtsstreitigkeiten, dass ein neues Symbol geschaffen wurde - „Shin-Kyokushin“.

Ein völlig inakzeptabler Vorgang, der auch durch die Tatsache, dass sich inhaltlich wenig verändert hat, nicht besser geworden ist.

Die Tatsache das ich meinem eigenem Verband und meinen eigenen langjährigen Schülern die Schwere dieser Fehlentwicklung nicht begreiflich machen konnte, hat mich zu meiner Abkehr veranlasst.

Wer nur aus monetären Gründen eine werthaltige Tradition über den Haufen wirft, hat den Budo-Sinn nicht verstanden.

Das gilt übrigens auch für alle, die wegen des vermeintlich größeren Werbe-Effekts Kyokushin-K1 Training anbieten.

Ingo Freier
Shibucho